Holz als wesentlichster Werkstoff für unsere Spielgeräte wird von unseren Sinnen als natürlich, als warm und als sehr dekorativ wahrgenommen. Holz bietet einen unerschöpflichen Gestaltungsfreiraum und hat eine lange Lebensdauer.
Sicher ist allerdings auch, daß Holz bei Freibewitterung und im Erdkontakt sehr starken Beanspruchungen ausgesetzt ist. Holz richtig angewendet und eingebaut kann auch bei starker Beanspruchung seine Funktion lange und gut erfüllen.
Zum Schutz des Holzes und zur Erreichung einer langen Lebensdauer gilt:
- Einsatz von resistenten Holzarten,
- Konstruktiver Holzschutz (z.B. Pfostenschuhe),
- Chemischer Holzschutz (z.B. Kesseldruckimprägnierung),
- Oberflächenbehandlung (Anstrichsysteme).
Für unsere Spielgeräte verwenden wir vorwiegend folgende Holzarten:
Die Robinie (robinia pseudoacacia) stammt ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika. Heimisch wurde die Robinie vor allem im mittel- und osteuropäischen Raum.
Robinienholz ist außerordentlich hart und beständig gegen alle Witterungseinflüsse. Die natürliche Resistenz gegen Pilze und Insekten macht das Holz nahezu unverrottbar. Als einzige heimische Holzart erreicht es die Resistenzklasse 1.
Die Robinie ist die Alternative zum Tropenholz und Ihr Beitrag zum aktiven Umweltschutz, da lange Transportwege entfallen. Das mäßig schwere Holz entspricht im Gewicht ungefähr dem der Eiche.
Die Eiche ist bis heute ein wichtiges Konstruktionsholz, wenn altertümliches Aussehen oder Festigkeit und Dauerhaftigkeit gefordert werden. Das Holz ist hellgelbbraun in der Farbe, gewöhnlich geradfaserig und grob strukturiert.
Das wertvolle Holz wächst bis zur Schlagreife oft über 200 Jahre heran. Das Geheimnis von unübertroffener Beständigkeit und Ausstrahlung verbirgt sich im feinen Aufbau der Jahresringe.
Eichenholz ist auf Grund seiner Gerbsäure unempfindlich gegen Fäulnis und erreicht die Resistenzklasse 2.
Die Douglasie (Oregon Pine) ist eine aus Nordamerika stammende Baumart. Das Holz der Douglasie ist mittelschwer, mäßig hart und besitzt neben einem guten Stehvermögen auch gute Festigkeits- und Elastizitätseigenschaften.
Gegen holzzerstörende Pilze, Insekten und Witterungseinflüsse ist Douglasienholz sehr widerstandsfähig und eignet sich deshalb besonders gut für die Verwendung im Außenbereich.
Die Lärche (Larix decidua) ist das haltbarste heimische Nadelgehölz und findet seit Jahrhunderten Verwendung im Hausbau sowie bei Bauten im Wasser.
Das relativ geradfaserige Holz hat einen schmalen, cremigweißen bis strohfarbenen Splint und einen kastanienbraunen Farbkern, ist formbeständig sowie fest und langlebig wie Laubholz.
Lärchenholz erreicht die Resistenzklasse 3 und gedeiht am besten im rauhen Gebirgsklima.
Die Gemeine Kiefer (Pinus sylvestris) ist wahrscheinlich das am häufigsten verwendete Nutzholz, es kommt in fast ganz Mitteleuropa und Zentralasien vor.
Die Kiefer besitzt rötlichbraunes Kernholz und die Jahresringe zeichnen sich deutlich ab. Kiefernholz besitzt gute Festigkeit, läßt sich gut bearbeiten und nimmt eine schöne Oberfläche an. Für ein Nadelholz ist es mittelschwer, im Vergleich zu Laubhölzern wie Eiche und Buche allerdings leicht.
In der Norm DIN-EN 350-2 sind die Holzarten nach ihrer Resistenz in Klassen eingeteilt. Die Einteilung erfolgt nach dem Grad der Beständigkeit des ungeschützten Holzes gegen Befall durch holzzerstörende Pilze bei lang anhaltender hoher Holzfeuchtigkeit oder bei Erdkontakt.
Für große Flächen oder auch aus gestalterischen Gesichtspunkten setzen wir wetterfest verleimte Multiplexplatten (Birke Combi/Verleimung BFU 100) ein.
Die Vergrauung ungeschützter Holzoberflächen ist die "Alterspatina" von Holz im Freien. Eine Behandlung unserer Spielgeräte mit Lasuren auf Naturölbasis (speichel- und schweißecht) mit lichtechten Pigmenten versetzt, verhindert dieses Vergrauen. Da die Naturöllasuren nicht abblättern, sondern erodieren, genügt bei Renovierungsanstrichen ein vorheriges Reinigen mit Seifenlauge. Der Anstrich erfolgt dann mit entsprechend pigmentierter Holzlasur für den Außenbereich.